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Cover-up-Tattoo entfernen: Warum doppelte Tinte mehr Geduld braucht

Ein Cover-up-Tattoo zu entfernen ist aufwendiger als bei einem normalen Tattoo. Hier erfährst du, warum, wie viele Sitzungen realistisch sind und was es kostet.

Ein Cover-up sollte das alte Motiv verschwinden lassen. Manchmal gefällt das neue Tattoo aber noch weniger, oder das alte schimmert nach ein paar Jahren durch. Dann fragst du dich: Lässt sich ein Cover-up-Tattoo überhaupt entfernen? Kurz gesagt: In den meisten Fällen lässt es sich deutlich aufhellen oder weitgehend entfernen. Es braucht aber mehr Geduld als ein einfaches Tattoo. Hier erfährst du, warum das so ist und wie du realistisch planst.

Cover-up-Tattoo entfernen: zwei Situationen, ein Ziel

Wer «Cover-up Tattoo entfernen» sucht, hat meist eines von zwei Anliegen:

  • Ein bestehendes Cover-up loswerden: Über ein altes Tattoo wurde schon ein neues gestochen. Jetzt soll beides verschwinden oder zumindest so hell werden, dass ein neuer Versuch möglich ist.
  • Ein altes Tattoo für ein späteres Cover-up vorbereiten: Das Motiv muss gar nicht ganz weg. Es soll nur so weit aufgehellt werden, dass deine Tätowiererin oder dein Tätowierer bei Motiv und Farben freiere Hand hat.

Beide Fälle haben etwas gemeinsam: In der Haut liegt viel Pigment, oft in mehreren Schichten und Farben. Genau das macht die Behandlung anspruchsvoller.

Warum ein Cover-up mehr Sitzungen braucht

Bei einem normalen Tattoo liegt die Tinte in einer Schicht in der Lederhaut. Bei einem Cover-up wurde an derselben Stelle ein zweites Mal Farbe eingebracht. Diese zweite Schicht ist meist dichter und dunkler, weil sie das alte Motiv ja verdecken musste.

Mehr Tinte heisst mehr Arbeit für den Körper

Der Laser zerkleinert die Farbpartikel. Abtransportieren muss sie danach aber dein Lymphsystem. Je mehr Pigment in der Haut liegt, desto mehr Material muss nach jeder Sitzung weg. Das geht nicht schneller, wenn man öfter behandelt. Deshalb bleibt der Abstand von rund sechs Wochen zwischen den Sitzungen wichtig.

Die Schichten zeigen sich nacheinander

Oft hellt zuerst die obere, dunkle Schicht auf. Danach kann das alte Motiv darunter wieder durchscheinen. Das irritiert im ersten Moment, ist aber ein normaler Zwischenschritt. Die Farbe wird über mehrere Sitzungen Schritt für Schritt abgebaut, und was darunter liegt, wird dabei vorübergehend wieder sichtbar.

Mehrere Farben

Cover-ups sind häufig farbig gestochen, damit sie ein altes schwarzes oder blaues Motiv überdecken. Schwarz und Blau lösen sich mit dem Laser am schnellsten. Grün und Gelb brauchen deutlich mehr Sitzungen und lassen sich nicht immer vollständig entfernen. Liegt ein buntes Cover-up über einem alten schwarzen Schriftzug, hellen die einzelnen Bereiche deshalb unterschiedlich schnell auf.

Was der PicoSure-Laser dabei leistet

Der PicoSure arbeitet mit Pulsen im Pikosekundenbereich, also mit Billionstelsekunden. Diese Pulse sind deutlich kürzer als bei älteren Q-Switch- oder Nanosekunden-Lasern. Das Prinzip: Die Energie trifft so kurz und schlagartig auf die Pigmente, dass sie vor allem durch einen Druckeffekt zerfallen und weniger durch Hitze. Die Partikel werden dabei sehr fein zerkleinert.

Bei dichter, geschichteter Tinte wie bei einem Cover-up hilft das: Die Haut rund um die Pigmente wird weniger durch Hitze belastet, und die Farbe lässt sich über mehrere Sitzungen nach und nach abbauen. Der PicoSure arbeitet mit einer Wellenlänge von 755 Nanometern (Alexandrit-Laser). Trotzdem gilt: Wie gut eine Farbe anspricht, hängt vom einzelnen Pigment ab. Wo die Grenzen bei deinem Tattoo liegen, sagen wir dir in der Beratung ehrlich.

Wie viele Sitzungen sind realistisch?

Für eine Tattooentfernung rechnen wir in der Regel mit 3 bis 10 Behandlungen. Bei einem Cover-up liegt man meist eher im oberen Bereich. Manchmal braucht es auch mehr, bis das gewünschte Ergebnis erreicht ist. Eine seriöse Zahl lässt sich erst abschätzen, wenn wir das Tattoo gesehen haben und sehen, wie die Haut auf die erste Behandlung reagiert. Einfluss haben vor allem:

  • wie viel Tinte insgesamt in der Haut liegt (altes Motiv plus Cover-up)
  • welche Farben verwendet wurden
  • wie alt die beiden Tattoos sind, denn ältere Tinte hat der Körper oft schon teilweise abgebaut
  • die Körperstelle: Gut durchblutete Stellen wie Oberarm oder Rücken sprechen oft schneller an als Hände, Füsse oder Knöchel
  • dein Hauttyp

Aufhellen für ein neues Cover-up geht schneller

Willst du nicht alles entfernen, sondern nur Platz für ein neues Motiv schaffen, reichen oft weniger Sitzungen. Ziel ist dann nicht makellose Haut. Das alte Bild soll so hell werden, dass das neue Tattoo nicht dunkler und grösser werden muss als gewünscht. Wie hell genau, besprichst du am besten auch mit dem Tattoostudio, das später das neue Motiv sticht.

Grenzen und Risiken ehrlich betrachtet

Auch mit moderner Technik gibt es keine Garantie, dass ein Cover-up vollständig verschwindet. Diese Dinge können vorkommen:

  • ein leichter Schatten oder Farbrest, vor allem bei Gelb, Grün oder sehr hellen Tönen
  • eine vorübergehend hellere oder dunklere Haut an der behandelten Stelle, die sich meist mit der Zeit zurückbildet
  • sichtbare Unebenheiten, wenn die Haut schon vorher geschädigt war, etwa weil das Cover-up sehr tief oder mit viel Druck gestochen wurde

Wichtig: Narben aus dem Tätowieren kann ein Tattoo-Laser nicht entfernen. Oft werden sie erst sichtbar, wenn die Farbe darüber verschwindet. Das ist kein Fehler der Behandlung. Die Narben waren vorher einfach verdeckt.

Das Risiko für neue Narben hältst du klein, wenn du dich an die Nachsorge hältst: Blasen nicht aufstechen, Krusten nicht abkratzen, die Stelle sauber halten und vor der Sonne schützen.

Was kostet es, ein Cover-up entfernen zu lassen?

Bei uns richtet sich der Preis pro Behandlung nach der Grösse der Fläche: 5×5 cm kosten CHF 200, 10×10 cm CHF 350 und 15×15 cm CHF 550. Sehr kleine Tattoos gibt es ab CHF 50, farbige Motive sind etwas teurer. Bei Cover-up-Tattoos kommt ein Zuschlag von CHF 59 dazu.

Cover-ups brauchen meist mehr Sitzungen. Deshalb lohnt es sich, die Gesamtkosten grob durchzurechnen: Preis pro Sitzung mal die geschätzte Anzahl Sitzungen. Einen verbindlichen Preis für die erste Behandlung bekommst du über den Online-Preisrechner. Die Erstberatung ist gratis und unverbindlich. Dort schauen wir uns auch an, wie realistisch dein Ziel ist.

Planung aus Frauenfeld und dem Thurgau

Behandelt wird im Studio in Kreuzlingen. Aus Frauenfeld bist du in rund 30 Minuten dort, mit dem Auto über die A7 oder mit dem Zug über Weinfelden. Zwischen den Sitzungen liegen etwa sechs Wochen. Bei einem Cover-up kann sich die Behandlung deshalb leicht über ein Jahr oder länger hinziehen. Ein paar Tipps für die Planung:

  • Lege die Termine so, dass danach nicht gleich intensiver Sport, Sauna oder ein Sonnenbad ansteht.
  • Herbst und Winter eignen sich gut: Die behandelte Haut gehört nicht in die Sonne, und in der kalten Jahreszeit ist sie meist ohnehin bedeckt.
  • Planst du ein neues Cover-up, rechne nach der letzten Lasersitzung noch eine Heilphase ein, bevor neu tätowiert wird. Den genauen Zeitpunkt sprichst du mit deinem Tattoostudio und mit uns ab.
  • Für eine erste Einschätzung kannst du ein Foto deines Tattoos per WhatsApp schicken.

Fazit

Ein Cover-up-Tattoo lässt sich entfernen, aber nicht in ein paar Wochen. Doppelte Tinte, mehrere Farben und Schichten bedeuten in der Regel mehr Sitzungen als bei einem einfachen Tattoo. Der PicoSure-Laser zerkleinert die Pigmente mit sehr kurzen Pulsen und belastet die Haut dabei weniger durch Hitze. Eine Garantie, dass alles verschwindet, gibt es trotzdem nicht, besonders bei hellen Farben. Wenn du realistisch planst, Geduld hast und die Nachsorge ernst nimmst, erreichst du oft dein Ziel: deutlich hellere Haut oder eine gute Grundlage für ein neues Motiv, das dir wirklich gefällt.

Mehr dazu: Tattooentfernung Frauenfeld · Preis sofort berechnen · Preise · PicoSure-Laser · Vorher-Nachher-Fotos

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